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Steingarten anlegen – Schritt für Schritt AnleitungAus schwierigen Standorten das Beste machenFür einen steilen Hang, eine trockene Böschung oder eine heiße, trockene Fläche in Ihrem Garten kann ein Steingarten eine pflegeleichte und ansprechende Lösung darstellen. Verwenden Sie an einem Hang Steine als Fundament für eine Erdaufschüttung und zur Bodenbefestigung. Auch mit einer hügelartigen Aufschüttung aus Geröll, Schotter oder Kies lassen sich schöne Pflanzflächen anlegen. Verteilen Sie einige größere Steine, um die Aufschüttung zu stabilisieren, und bringen Sie unter der obersten Steinschicht Pflanzerde ein.Die richtigen Pflanzen wählen Die meisten Steingartenpflanzen lieben gut durchlässigen Boden und volle Sonne. Viele von ihnen stammen von trockenen Naturstandorten mit einer nur ... Für einen pflegeleichten vollsonnigen Garten empfehlen sich Sträucher wie Alpenjohannisbeere, Ginster, Mahonie, Rosmarinseidelbast, Wacholder und kleine Kiefern sowie folgende Bodendecker: Bärenfellgras (Festuca gautieri), Kaukasus- Fetthenne (Sedum spurium), Kriechspindel (Euonymus fortunei), Sandthymian und Zwergmispel. Von den einjährigen kommen beispielsweise Kalifornischer Mohn, Portulakröschen und niedrige Tagetes infrage. Einen natürlichen Hang nutzen Gibt es in Ihrem Garten bereits einen Hang oder eine Böschung, erleichtert das die Anlage eines Steingartens. Andernfalls schütten Sie ... Legen Sie den Steingarten nicht unter Bäumen an. Zum einen würden herabfallende Blätter die Pflanzen bedecken und beeinträchtigen, zum anderen könnte die Stein- und Erdaufschüttung über den Wurzeln die Bäume stark schädigen. Hier ist Geduld gefragt Wenn Sie einen Steingarten neu anlegen, warten Sie, bis sich Steine und Erde gesetzt haben, bevor Sie mit dem pflanzen beginnen. Alpine Pflanzen Besonders steinige Naturstandorte finden sich im Gebirge, wo die Nächte kühl und die Winter oft lang sind. Alpine Pflanzen (die keinesfalls aus der Natur entnommen werden dürfen!) sind häufig Spezialisten und gedeihen teils schlecht in Steingärten in Tallagen. Doch es gibt auch solche, mit denen sich überall bunt gemischte Teppiche pflanzen lassen, etwa wie Enzian, Grasnelke, Hauswurz, Heidenelke, Küchenschelle, Mauerpfeffer, Moossteinbrech, Nelkenwurz, Primeln und Storchschnabel- Arten. Wirkungsvolle Akzente im Steingarten Setzen Sie mit kleinen Gehölzen wie Fingerstrauch, Strauchveronika und Zwergkoniferen Blickpunkte. Attraktive Halbsträucher wie Blauraute, Lavendel und Thymian eignen sich für heiße Standorte, Berberitze, Farne und Lorbeerkirsche gedeihen an schattigen Stellen. Tipps für die SteinauswahlSteine aus Steinbrüchen der Region wirken natürlicher und kosten oft auch weniger als Gesteinsarten aus anderen Landesteilen. Kombinieren Sie verschieden große Exemplare, verzichten Sie jedoch auf allzu kleine. So erzielen Sie eine bessere Wirkung. Darüber hinaus sind große Steine stabiler als kleine. Vermeiden Sie es auch, unterschiedliche Gesteinsarten zu mischen. Steine wie in der Natur, Ideal sind unbearbeitete Natursteine mit poröser Oberfläche. Sie sollten eher hell sein, denn dunkle Steine fallen wenig auf und erwärmen sich an heißen Tagen übermäßig. Der Kalkgehalt der Steine, Manche Steingartenpflanzen sind ausgesprochen kalkliebend, je nach den Verhältnissen an ihren Naturstandorten. So unterscheiden sich zum Beispiel Enzian und Primeln deutlich in kalkliebende, -meidende und –tolerante Arten. Informieren Sie sich über Kalkansprüche Ihrer bevorzugten Pflanzen, und wählen Sie passende Gesteine. Kalkhaltig sind etwa Dolomit, Travertin und Kalksandstein, neutral bis sauer dagegen Basalt, Sandstein, Granit und Diorit. Pflanzen auf Tuffsteinen, Kleine kalkliebende Pflanzen lassen sich sehr schön in Mulden oder Löcher von Kalk- oder Lavatuffsteinen ansiedeln. Durch seine poröse Beschaffenheit sorgt das Gestein für gute Wasseraufnahme und zügigen Wasserabfluss. Naturnahe Wirkung Ordnen Sie die Steine wie in einer natürlichen Steinlandschaft stufenweise an. Platziern Sie die schönsten Exemplare an den augenfälligsten Stellen. Graben Sie tiefer gelegene Steine an der Basis ein, sodass sie scheinbar natürlich aus dem Boden ragen. Legen Sie die Steine in horizontalen Reihen aus, und richten Sie dabei auch Muster und Bänderungen der Steine in einer Linie aus, dies jedoch nicht zu akkurat. Beginnen Sie am Fuß des Abhangs, indem Sie die größten Steine mit ihrer flacheren Seite nach unten und leicht nach hinten geneigt auslegen (das erhöht die Stabilität). Die richtige Pflanzerde Die Pflanzerde sollte optimal wasserdurchlässig sein. Gut eignet sich eine Mischung aus drei gleichen Teilen Gartenboden, Rindenkompost und gewaschenen Flusssand. Dieses Substrat wird 20 – 30 cm hoch auf der Oberfläche des Steingartens ausgebracht. Stellen Sie sicher, dass sich die frisch ausgebrachte Erde setzen kann. Tägliches Bewässern mit einer feinen Brause unterstützt diesen Vorgang und schwemmt die Erde in die Lücken zwischen und unter den Steinen. Wann bewässern? Halten Sie im ersten Jahr nach der Pflanzung die Erde gleichmäßig feucht, bis Ihre Steingartenpflanzen gut eingewachsen sind. Danach müssen Sie nur in Trockenperioden gründlich wässern oder wenn Sie neue Pflanzen einsetzen. Lockern Sie die Erde rund um die Pflanzen immer wieder vorsichtig auf, und gießen Sie danach langsam und behutsam. Lassen Sie die Pflanzen ansonsten einfach ungestört wachsen. Mit Nährstoffen versorgen Viele Steingartenpflanzen entstammen nährstoffarmen Naturstandorten. Oft genügt ihnen schon eine Mulchschicht aus Laub oder anderem organischem Material oder eine Kompostgabe im Frühjahr. Für Arten mit höheren Nährstoffansprüchen kann man dem Kompost Hornspäne untermischen oder im Frühjahr einen Langzeitdünger ausbringen. Beides sollte anschließend gut mit Wasser eingeschlämmt werden. |
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Auch mit einer hügelartigen Aufschüttung aus Geröll, Schotter oder Kies lassen sich schöne Pflanzflächen anlegen. Verteilen Sie einige größere Steine, um die Aufschüttung zu stabilisieren, und bringen Sie unter der obersten Steinschicht Pflanzerde ein.
Tipps für die Steinauswahl