Hilfe gegen Kräuselkrankheit
Die Kräuselkrankheit befällt hauptsächlich Pfirsichbäume. Hin und wieder sind auch Nektarienbäume und andere Steinobstbäume betroffen. Die Pilzkrankheit wird durch den Pilz Taphrina deformans verursacht. Man erkennt sie schon im Frühjahr beim Blattaustrieb, die Blätter kräuseln sich.
Die Krankheit verbreitet sich von Blatt zu Blatt. Der Baum wird geschwächt. Blütenbildung und Fruchtausbildung werden reduziert. Ist die Krankheit ausgebrochen, kann man so gut wie nichts mehr dagegen tun.
Vorbeugen ist hier besser als heilen. Beim Kauf auf resistente oder unempfindliche Sorten schauen. Weißfleischige Sorten sind robuster. Ein Auslichten der Krone und die Wahl eines windoffenen Standortes reduzieren die Gefahr des Auftretens der Krankheit. Das Laub kann schneller und besser abtrocknen. Auch ...
empfiehlt sich ein regelmäßiger Verjüngungsschnitt.
Alle befallenen Teile sind zu entfernen, ob Triebe, Blätter oder Früchte. Alles muss vernichtet werden, keinesfalls gehören die Teile auf den Kompost. Für den Gartenhandel gibt es kupferhaltige Pflanzenschutzmittel, mit denen mehrfach gespritzt werden muss. Für den privaten Gebrauch sind diese Mittel aber nicht zugelassen. Empfohlen werden Spritzungen mit Pflanzenstärkungsmitteln (Neudo-Vital Obst-Pilzschutz). Man kann aber beantragen, so ein Mittel verwenden zu dürfen.
Alternativ kann man eine Mixtur anmischen, die aus 50 % handelsüblichem Essig und 50 % Wasser besteht. Mit einer Spr ...
ühflasche sollte man den gesamten Baum an jedem trockenen Tag einmal komplett übersprühen. Pilze vertragen keine Säure. Sie sterben nach und nach ab. Allerdings fallen auch die Blätter ab, es kommen aber neue nach.
Egal, welche Bekämpfungsmaßnahmen man versucht, alle sind nur erfolgreich, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt durchgeführt werden. Dieser ist, wenn die Knospen schwellen. Das kann in milden Gegenden schon im Januar sein. Es macht nichts, wenn es danach wieder kalt wird. Beim nächsten Wachstumsschub erfolgt die zweite Behandlung. Vom ersten Knospenschwellen bis zur vollständigen Öffnung können drei Spritzungen erforderlich werden.
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