Clematis (Waldrebe) - Pflege, Schneiden, Vermehrung, Clematiswelke
Pflanzenpflege, Pflanzen-Lexikon mit Foto + Bilder - Pflanzenpflege

Clematis (Waldrebe) - Pflege, Schneiden, Vermehrung, Clematiswelke

Die Clematis, oder Waldrebe ist weltweit verbreitet, in Deutschland zählt sie zu den beliebtesten Kletterpflanzen. Für die Beliebtheit ist mitunter die enorme Sortenvielfalt verantwortlich. Die verschiedenen Sorten haben jedoch ebenso unterschiedliche Blütenformen, Blütenfarben, Blütengrößen und Schnittbedürfnisse. Alles in allem zählen Clematis-Pflanzen zu den pflegeleichteren unter den Kletterpflanzen.

clematis_flSie sind winterhart und blühen Jahr für Jahr immer üppiger. Bei der Pflanzung sollte man darauf achten, dass man die Pflanzen ca. 5-10cm tiefer pflanzt, als diese im Topf waren. Außerdem lieben Waldreben den Kopf in der Sonne zu halten, dafür benötigen sie aber etwas Schatten am Fuß. Diese Schattierung ist gut mit Unterpflanzung von Bodendeckern zu erreichen. Besonders hübsch wirken ...

diese Pflanzen in Kombination mit Rosen. Bei der Kombinierung sollte man auch etwas Kontrast zwischen Clematisblüten und Rosenblüten einbringen. So machen sich lila Clematisblüten bei rosafarbenen Rosenblüten besonders gut. Waldreben sind attraktiv, je nach Sorte blühen sie nur im Frühjahr, oder aber den ganzen Sommer durch. Einige Sorten haben die besondere Eigenschaft, dass sie ihre Frühjahrsblüte in gefüllter Form, die Sommerblüte dann in einfacher Form präsentieren. Waldreben lassen sich gut an alte Obstbäume, oder an den Stamm von Fliederbäumen pflanzen. Hierfür eignet sich z.B. Clematis ...
alpina, oder Clematis montana. Diese Sorten müssen nicht unbedingt geschnitten werden und dürfen somit den ausgewählten Baum nach Lust und Laune überwachsen. Die Pflanze wird es Ihnen mit einer üppigen Blütenpracht danken.

Waldreben lassen sich auch in Kübeln kultivieren, hier ist jedoch darauf zu achten, dass die Gefäße mindestens 20l Erdvolumen haben. Eine Kletterhilfe ist unbedingt notwendig. Für den Kübel eignen sich am besten Zwergsorten, mit Blühperioden durch den ganzen Sommer. Aber auch höher wachsende Sorten können im Kübel gehalten werden. Im Winter ist hier jedoch etwas Frostschutz erforderlich. Am besten kommen die Waldreben im Kübel an einem frostfreien Standort durch den Winter. Auch im Winter sollte man darauf achten, dass die Erde nicht vollständig austrocknet. Von den Waldreben existieren über 200 Sorten, und immer wieder kommen neue Züchtungen dazu.

Der ideale Standort für Waldreben ist Sonne, oder Halbschatten. Der Boden sollte gut durchlässig und nährstoffreich sein. Staunässe wird allgemein nicht vertragen. Der Wasserbedarf ist relativ hoch. Zur Düngung eignen sich abgelagerter Stallmist, Hornspäne, oder andere organische Dünger.

Mehltau und Clematiswelke sind die häufigsten Krankheiten, die die Waldreben heimsuchen. Während Mehltau allgemein bei warmer, schwüler Witterung auftritt, sind von der Clematiswelke überwiegend Jungpflanzen betroffen. Hier zeigen sich Knospen, wie Blätter schlaff. Um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, sollten die betroffenen Triebe bis ins gesunde Holz abgeschnitten werden. Schnittgut auf keinen Fall auf den Kompost werfen. Es gehört in den Müll!

Die Vermehrung erfolgt am besten über Absenker. Dazu einen Trieb an die Erdoberfläche legen und z.B. mit einem Stein beschweren. Wenn sich Wurzeln gebildet haben, kann man den Trieb von der Mutterpflanze trennen.

 
Weiterführende Links

Garten-Tipps