Oleander (Nerium oleander) - Pflege, Schnitt, Überwinterung
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Oleander (Nerium oleander) - Pflege, Schnitt, Überwinterung

Der Oleander ist eine überaus beliebte Kübelpflanze. In unseren Breiten ist er jedoch nicht winterhart. Wunderbare Hecken aus Oleander, wie in etwas südlicheren Regionen (Kanaren, Süditalien etc.) sind in Deutschland leider nicht zu finden.

oleander_flNichtsdestotrotz liebt man diese Pflanze. Zum einen wegen den bezaubernden Blüten, die die Büsche über den ganzen Sommer hindurch bis in den Herbst hinein reichlich zieren. Zum anderen zählt der Nerium Oleander zu den relativ pflegeleichten Kübelpflanzen.

Der Oleander benötigt im Sommer einen sonnigen Standort, Südseite der Terrasse ist also ideal. Im Halbschatten gedeiht der Oleander zwar auch, die Blüte fällt aber bei weitem nicht so üppig aus. Sein Wasser- und Düngerbedarf ist allerdings ...

recht hoch. Die Pflanze mag es, leicht nasse Füße zu haben, sorgen Sie also dafür, dass im Untersetzer stets etwas Wasser ist. Wöchentliche Düngergaben mit handelsüblichen Blühpflanzen-, oder Kübelpflanzendünger sind notwendig, um die Blüte zu fördern. Vor allem in den heißen Sommertagen sollte stets dafür gesorgt werden, dass die Erde niemals austrocknet. Sonst werden die unteren Blätter gelb und fallen schließlich ab.

Oleander können beachtliche Maße erreichen, sowohl in die Höhe, als auch in die Breite wachsen sie recht schnell. Geschnitten ...

wird der Oleander nur selten, am besten wirklich nur dann, wenn er über sich hinaus wächst. Da die Pflanze sich von alleine sehr gut verzweigt, ist ein Rückschnitt aus diesem Grund nicht notwendig. Wenn der Platz im Winter nur sehr klein ist, so kann ein Rückschnitt im Herbst erfolgen. Ein Rückschnitt im Frühjahr hat zur Folge, dass die Pflanze möglicherweise in demselben Jahr nur spärlich blüht, wenn überhaupt. Diese spärlichen Blüten zeigt die Pflanze zudem auch erst im Herbst.

Die Pflanze verträgt einige leichte Minusgrade, kann also als Letztes eingeräumt werden. Spätestens, wenn die Nachttemperaturen immer wieder mal unter den Gefrierpunkt fallen, sollte der Oleander in seinen Winterquartier umziehen. Der Überwinterungsraum sollte relativ hell, aber unbedingt frostfrei sein. Eine Überwinterung im dunklen Keller ist auch möglich, hier sollten die Temperaturen nicht mehr, als 10°C betragen. Auch im Winter sollte man nicht vergessen, die Pflanze zu gießen. Allerdings benötigt er im Winter nur sehr wenig Wasser. Wichtig ist, dass der Wurzelballen nicht völlig austrocknet. Bei dunkler Überwinterung zeigen sich im Frühjahr die Pflanzen etwas ramponiert, sie erholen sich bei Sonnenschein und entsprechender Pflege recht schnell wieder.

Die Vermehrung erfolgt am besten über Stecklinge. Hierfür eignen sich halb verholzte Triebe, die man in Erde gut bewurzeln lassen kann. Mit einer Plastiktüte, oder einem Einmachglas sorgt man für gespannte Luft. Besonders bewährt hat sich auch Bewurzelungspulver. Hierbei sorgen Hormone für eine schnelle Bewurzelung. Während der Phase, in der sich die Wurzeln bilden sollen, sollten die Töpfchen mit den Stecklingen an einem eher schattigen Ort stehen. Ab und zu Lüften nicht vergessen.

 
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