Maulwurfbekämpfung - was erlaubt ist, was nicht
Gartenpflege im Frühjahr, Sommer + Herbst - Pflanzenschädlinge - Schädlinge an Pflanzen

Maulwurfbekämpfung - was erlaubt ist, was nicht

Der Maulwurf steht unter Naturschutz. Will man ihn bekämpfen, kann man ihn nur vertreiben, aber man darf ihn keinesfalls verletzen, quälen oder sogar töten. Jeder Mensch wird dafür Verständnis aufbringen, wenn er einen solch putzigen Gesellen schon einmal zu Gesicht bekommen hat. Leider ist das ganz selten der Fall. Im Regelfalle sieht man lediglich die so genannten Maulwurfshügel aus Erde, die die Gemüter schnell hoch kochen lassen.

maulwurf_flDer Maulwurf ist trotz allem Ärger, den er den Gärtnern bereitet, ein großer Nützling. Das sollte man sich vor Augen führen, bevor man mit rabiaten Mitteln gegen den kleinen Kerl vorgehen will.

Er bewohnt grundsätzlich nur Erdreich, welches gesund ist und ...
folglich fruchtbar. Für Pflanzen hat der Nachbar Maulwurf einen besonderen Wert. Er ernährt sich von Schnecken, Insektenlarven und anderem Krabbelgetier, welches sich gerne über Pflanzen hermacht. Außerdem lockert er durch seine Grabaktivitäten die Erde auf.

Die Bekämpfung eines Maulwurfs sollte daher immer sanft, aber nachhaltig erfolgen. Der Maulwurf mag im eigenen Garten nicht erwünscht sein, wird er allerdings mit bester Gesundheit in ein anderes Gebiet vertrieben, kann er dort seine Nützlichkeit unter Beweis stellen.

Bei der Maulwurfsbekämpfung ist alles erlaubt, was ihm keinen Schaden zufügt. Der Maulwurf ...
hat zum Beispiel ein sehr gutes Gehör. Das kann man sich bei der Vertreibung zunutze machen. Ein billiges und zugleich erfolgreiches Mittel sind Flaschen, welche einfach mit dem Hals in den Boden eingegraben werden.

Durch den Wind werden Schwingungen erzeugt, die sich in die Erde übertragen. Der Maulwurf ist dagegen sehr empfindlich und wird sich dieser Störung, wenn sie dauerhaft ist, möglichst bald entziehen. Ultraschall ist für den Maulwurf ebenfalls unerträglich. Entsprechende Geräte gibt es im Handel.

Ganz empfindlich ist weiterhin der Geruchssinn des Maulwurfes. Besonders Öl mit Zitruszusätzen, Jauche oder Buttermilch gefallen ihm gar nicht. Geruchsstoffe – entsprechende Düfte und Utensilien hierzu gibt es übrigens auch im Handel – sind daher für eine tierfreundliche Bekämpfung gleichfalls in die engere Wahl zu ziehen.

Absolut verboten sind Lebendfallen, die zwar einerseits den Anschein erwecken, dem Tier keinen Schaden zuzufügen, in der Praxis jedoch in den meisten Fällen zum Tode des Maulwurfs führen. Der Einsatz von Gift steht desgleichen unter Strafe.
 
Weiterführende Links

Garten-Tipps