Erika (Heidekraut: Erica, Calluna): Heide pflanzen & schneiden Art/Familie: Gehölz. Gehört zur Familie der Heidegewächse (Ericaceae)
Pflegeaufwand: Gering. Pflegeleicht
Blütezeit: Je nach Art und Sorte fast das ganze Jahr hindurch in Weiß, Rosa, Purpur oder Rot
Belaubung: Kleine ei- oder nadelförmige Blätter in Grün oder Gelbgrün
Wuchs: Aufrecht, buschig und kompakt wachsend, wenn sie immer nach der Blüte um ein Drittel zurückgeschnitten wird
Höhe: Je nach Art und Sorte 20 bis 200cm
Standort:
> Sonnig. Durchlässiger eher trockener Boden mit einem pH-Wert von 3,5-5
Pflanzzeit: Frühjahr oder Sommer (siehe auch unten „Pflanzung“)
Schnitt: Rückschnitt nach der Blüte um ca. 1/3
Partner: Herbst-Chrysanthemen, Wacholder, kleine Wildrosen und natürlich wachsende Bodendeckerrosen, Zwergnarzissen, Traubenhyazinthen, Thymian, niedrige Gräser (sind in Heidegegenden natürliche Partner), Farne
Pflege: Langzeitdüngergabe (z.B. Hornspäne) Ende April oder Rhododendrondünger benutzen, einhergehend mit Rückschnitt. Naturheide ist genügsam und benötigt keine Düngung. Gezüchtete Sorten (wie fast ausschlie ...
ßlich im Handel erhältlich) benötigen Nährstoffe. In Trockenzeiten mit Regenwasser wässern, verträgt keinen Kalk
Überwinterung: Je nach Art und Sorte verschieden
Krankheiten: Problemlos
Besonderheiten: - Wird auch als „Heidekraut“ angeboten
- Die meisten Pflanzen stammen aus Kanada
- Die meisten Heidesorten sind kalkempfindlich, daher nur ca. 2 Jahre gelagerte Komposterde verwenden und mit Regenwasser gießen
- Pflegeleicht wenn erst einmal angewachsen
- Schnecken mögen Erika nicht
- Kann auch gut in Kübeln kultiviert werden
 - Blüten lassen sich gut trocknen
- Kann gut als Hecke erzogen werden
- In Heidelandschaften stutzen Schafe durch Fraß die Pflanzen (werden beweidet), so daß sie niedrig bleiben und üppig blühen
- Sehr regenunempfindlich
- Gleich und doch verschieden
- Von Weitem sehen Heidekräuter immer gleich aus, nähert man sich den Pflanzen jedoch werden die Unterschiede in Blüten- und Blattformen sichtbar.
Arten Besenheide - Sommerheide (Calluna vulgaris) - Höhe bis 200cm, kann durch Schnitt beeinflusst werden. Bekannteste und beliebteste Art. Ist in Europa heimisch und vor allem in der Lüneburger Heide viel zu finden. Blüht von Juli bis Frühjahr. Dabei Blütehöhepunkt im Herbst mit weißen, roten oder rosafarbenen Knospen (siehe auch unten „Wenn die Knospen blühen“). Rückschnitt nach der Blüte um ca. ein Drittel innerhalb des Laubes, damit Pflanze nicht von unten verkahlt und blühfaul wird. Nicht ins alte Holz schneiden, da sie sonst nur noch schlecht oder gar nicht mehr austreibt. Wird ohne Schnitt locker 2m hoch, blüht dann jedoch kaum. Verträgt Frost bis -10°C.
Blauheide (Pyllodoce)
- Blüht im späten Frühjahr. Leider nur wenig bekannte Liebhaberart
Cornwall-Heide (Erica vagans)
- Hauptblüte im Herbst meist in rosa. Manche Sorten mit bunter Belaubung
Englische Heide (Erica darleyensis)
- Hauptblüte im Herbst. Ist bei uns leider nicht absolut winterhart. Wird durch ähnliches Aussehen oft mit der Schneeheide verwechselt. Toleriert auch leicht kalkhaltigen Boden
Irische Glockenheide (Daboecia)
- Blüht im Sommer. Kann auch leicht kalkhaltigen Boden vertragen
Glockenheide (Erica tetralix) Grauheide (Erica cinerea) Schuppenheide (Cassiope)
- Blüht im späten Frühjahr. Leider nur wenig bekannte Liebhaberart
Topfheide (Erica gracilis)
- Blüht ab Mitte August. Passt gut zu Chrysanthemen und niedrig bleibenden beerentragenden Sträuchern. Ist nicht winterhart und muss daher frostfrei im Haus an einem hellen Platz überwintert werden. Benötigt mehr Wasser als die anderen Arten
Schneeheide (Erica carnea)
- Bekannte und beliebte Art. Höhe 20-70cm. Blüht je nach Sorte November bis März mit sehr lange haltenden, früh aufgehenden, glöckchenartigen Einzelblüten, die meisten Sorten blühen im Januar. Verträgt sonnigen oder halbschattigen Standort und benötigt entgegen den anderen Arten einen feuchten Boden. Verträgt auch neutralen Boden. Wirkt am schönsten in Tuffs mit verschiedenen Sorten. Absolut winterhart. Ist in den Gebirgen Mitteleuropas heimisch und als Gebirgspflanze daher kalktolerant. Ist durch die frühe Blüte wichtige Bienen- und andere Insektenweide. Wird durch die Ähnlichkeit oft mit der nicht ganz winterharten Englischen Heide verwechselt
Wachsheide (Erica ventricosa)
- Wird auch „Weißer Stern“ genannt. Blüht von Mai bis September mit sehr filigranen Blüten
Winterheide
- Rückschnitt nach der Blüte innerhalb des Laubes. Nicht ins alte Holz schneiden, da sie sonst nur noch schlecht oder gar nicht mehr austreibt. Wird sie nicht regelmäßig geschnitten verkahlt sie von unten her und die Triebe fallen auseinander
Sorten (Auswahl): `Alicia®´: Besenheide, gehört zu den Garden Girls. Blüht von Juli oft bis Frühjahr. Weiße längliche Blüten mit dunkelgrüner Belaubung `Amethyst´: Besenheide. Purpurfarbene, sehr auffällige, längliche Blüten in großer Zahl mit passendem dunkelgrünem Laub `Aurea´: Winterheide. Strahlend gelbe hübsche Belaubung, daher auch im Sommer Hingucker `Elsie Purnell´: Besenheide. Große, auffällige, hellrosafarbene Knospen mit dunkelrosafarbenen Schattierungen. Bewährte Sorte `Lianne´: Blüht in pink bis violett `Marleen´: Besenheide. Blüht von Juli bis oft ins Frühjahr hinein in zart- bis dunkelrosa `Marlies´: Besenheide. Blüht meist von Juli bis zum Frühjahr in dunkelrot) `Mrs. D.F.Maxwell´: Cornwall-Heide, wird auch als Schuppenheide angeboten. Mittelgroße dunkelrosa Blüten mit hellen Zeichnungen `Sandy´: Knospenblüher. Weiße längliche Blüten mit gelber Belaubung `Sir John Charrington´: Besenheide. Kleine fast unscheinbare rosa Blüten zwischen gelblichen Blättern. Bewährte Sorte. Sehr apart durch Blattschmuck `Valerie Proudley´: Cornwall-Heide, wird auch als Schuppenheide angeboten. Auffallend durch gelb-grüne Belaubung; Triebe werden zur Spitze immer heller
Pflanzung
Heide kann im Frühjahr oder Sommer eingepflanzt werden. Der Herbst ist zur Pflanzung ungünstig, da sich Erika generell etwas schwer mit der Wurzelbildung. Da sie zu der Zeit keine neuen Wurzeln mehr bildet, sollte sie den Winter noch geschützt im Topf verbringen. Das Frühjahr eignet sich zur Pflanzung am besten, da die kleinen Blüher so lange Zeit zum Wurzeln haben bis es Winter wird. Die zarten Wurzeln vertragen feste Widerstände wie Steine nicht, weshalb solche Hindernisse ausgeräumt werden sollten. (Einzig die Schneeheide kann immer in nicht gefrorenem Boden gepflanzt werden.)
Wenn die Knospen blühen… Auffälligstes Merkmal der Besenheide sind die Blüten, die im Knospenstadium verbleiben und nicht wie bei anderen Pflanzen aufblühen. Aus diesem Grunde wird sie auch Knospenblütler genannt. Der Nachteil ist klar: Für Bienen, Hummeln und andere Insekten sind die Blüten uninteressant, denn im Knospenstadium geben sie keinen Nektar frei und die Tiere kommen nicht ins Innerste der Blüten. Das Ganze hat aber auch noch einen Vorteil: Andere Blüten verwelken wenn sie bestäubt wurden. Da dies bei den Knospen nicht passiert, welken sie auch nicht. Keine Bestäubung – Kein Welken. So behalten sie sehr lange ihre Farbe.
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