Kamelie (Camellia japonica) schneiden, vermehren, richtige Pflege
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Kamelie (Camellia japonica) schneiden, vermehren, richtige Pflege

Art/Familie: Gehört zur Familie der Teestrauchgewächse (Theaceae)

Pflegeaufwand: Mittel. Nicht sehr pflegeintensiv, aber empfindlich vor allem im Winter

Blütezeit: Rosen- oder paeonienähnliche Blüten in Reinweiß, Zartrosa oder Knallrot

Belaubung: Ovale, nach vorne zugespitzte, leicht derbe bis ledrige Blätter in Dunkelgrün, teilweise glänzend

Wuchs: Aufrecht buschig

Höhe: 100 bis 150cm

Standort: Halbschattig geschützt. Gerne im lichten Schatten größerer Bäume und von Mauern vor Wind geschützt. Leicht saure ...

, humose, lehmhaltige und feuchte Erde, jedoch keine Staunässe. Ideal ist ein pH-Wert von 5-5,5, am besten Rhododendronerde benutzen.

Pflanzzeit: Pflanzloch doppelt so breit und dreimal so tief ausheben. Mit Rhododendronerde auffüllen und Ballen so tief wie im Topf setzen, keinesfalls tiefer

Schnitt: Nicht notwenig, auch nicht ratsam

Partner: Strahlenanemonen

Vermehrung: Durch Stecklinge (siehe unten „Vermehrung“)

Pflege: Erde stets feucht halten, Wurzelballen darf nicht austrocknen. Kalkarmes Wasser, am besten Regenwasser verwenden. Von Beginn der Blüte bis Ende Juli alle ...
14 Tage mit Rhododendrondünger versorgen, nur die Hälfte der auf der Packung empfohlenen Dosis nutzen.

Überwinterung: Je nach Sorte. Nicht winterharte Sorten im Kübel hell und kühl; am besten im ungeheizten Wintergarten, verträt keine trockene Heizungsluft (wirft sonst Blütenknospen ab). Ausgepflanzte, winterharte Sorten ab November mit Vlies schattieren, damit sich die Knospen besser entwickeln. Benötigt guten Winterschutz vor allem gegen morgendliche Wintersonne.

Krankheiten/Probleme: Ausgepflanzte Kamelien überstehen oft den Winter nicht

Besonderheiten:

  1. Zimmerkamelien sollten in Ruhe an ihrem Platz stehen gelassen und weder hin und her geräumt noch gedreht werden
  2. Ist die Erde zu kalkhaltig, können bestimmte Nährstoffe (z.B. Eisen) nicht aufgenommen werden; saurer Spezialdünger schafft Abhilfe. Daher nur kalkarmes Wasser (am besten Regenwasser) zum Gießen benutzen
  3. Kamelienblüten lieben die Kühle

Sorte

 

`Oki no nami´

 

  • Winterharte Sorte, daher gut als Freiland-Kamelie nutzbar. Blüht von März bis April mit duftenden Blüten in rosa hellrot gestreift, manche Blüten sind fast komplett rot. Sehr kompakter Wuchs

 


Vermehrung

Ausgereifte, jedoch nicht ganz verholzte Triebe (an olivgrüner Farbe gut erkennbar) schräg abschneiden und unten bis etwa zur Hälfte von den Blättern befreien, so dass nur noch etwa drei Blätter dran bleiben. Die Knospen werden ausgebrochen. Der Trieb wird unten um die schräge Abschnittstelle vorsichtig ca. 1cm breit von der Rinde befreit, damit die Wundfläche größer wird, was die Wurzelbildung fördert. Ebenso förderlich ist es, den Trieb unten in Bewurzelungspulver zu tauchen (im Fachhandel erhältlich).

Der Trieb wird dann in einen Topf mit Aussaaterde gesteckt und an einen warmen Platz gestellt. Wichtig ist vor allem eine gleichmäßig hohe Bodenwärme von 20-25°C. Ein beheiztes Zimmergewächshaus bildet den optimalen Rahmen, ansonsten sollte der Topf auf eine Styroporplatte gestellt werden. Eine Haube aus Folie oder ein umgestülptes Einmachglas sorgen für gleichbleibende Feuchte.

Erst nach ca. acht Wochen wurzeln die Stecklinge. Die Vermehrung ist nicht ganz einfach, jedoch lohnt sich ein Versuch allemal.

 

Bildquelle: Philipp Franz von Siebold/ Zuccarini, Joseph Gerhard: Flora Japonica, Sectio Prima (Tafelband). Leiden 1835-1870.

 
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