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| Obstbaumschnitt im Frühjahr und Herbst |
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Obstbaumschnitt im Frühjahr und HerbstIm Prinzip ist der Obstbaumschnitt recht einfach, wenn man sich das einmal von einem erfahrenen Praktiker zeigen lässt. Die Schwierigkeit besteht vor allem darin, dass man zunächst herausfinden muss, welche Schnittmaßnahmen je nach Baumalter und Baumform geeignet sind.
Bei Bäumen mit Pyramidenkrone strebt man von Beginn an einen Aufbau mit kräftigem, geradem Mittelast und drei bis fünf Leitästen an. Diese sollten auf verschiedener Höhe gleichmäßig um den Mittelast angeordnet sein und ungefähr im 45° - Winkel davon abzweigen. Sie müssen in der Länge immer etwas kürzer als der Mittelast bleiben und etwa in gleicher Höhe enden, in der so genannten Saftwaage. Später kommt es ... Achten Sie darauf, dass beim Kernobst die Früchte an kurzen zwei- oder mehrjährigen Seitentrieben gebildet werden. Richtig schneiden: Arbeiten Sie mit gut geschärften Werkzeug. Verwenden Sie je nach Trieb- bzw. Aststärke eine gute Gartenschere, eine Astschere mit langen Griffen oder eine Baumsäge mit verstellbarem Sägeblatt. Kürzen Sie die Trieb knapp über einer nach außen weisenden Knospe ein. Setzen Sie die Schere etwas schräg an, sodass die Schnittfläche von der Knospe weg nach unten weist. Wenn Sie Triebe oder Äste ganz entfernen möchten, schneiden oder sägen Sie direkt an ihrer Ansatzstelle. Lassen Sie am verbleibenden Ast nur eine millimeterdicke Scheibe stehen, den so genannten Astring. So verheilen die Wunden am besten. Stehen gelassene Stummel bieten Angriffsfläche für Keime. Wann schneiden: Schon vor Jahrhunderten diskutierten Gartenfreunde und Obstliebhaber über den richtigen Schnittzeitpunkt. Die einen plädierten für den Winter, da sie meinten, dass der Baum während der Ruhezeit die Eingriffe am besten verkraftet. Die anderen bevorzugten den Sommer, weil selbst große Sägewunden schneller und besser verheilen, wenn der Baum voll „im Saft“ steht. Diese Ansicht wird bis heute von vielen Experten geteilt. Doch der Schnitt in der Ruhezeit hat einen großen Vorteil: sie können die Ast- und Zweigstruktur viel besser erkennen und so zielgerichtet schneiden. Für Kernobstbäume ist ein Schnitttermin im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr, kurz bevor die Knospen schwellen, empfehlenswert. Wenn Sie bereits im Herbst schneiden, könnten einige der stehen gebliebenen Trieb Frostschäden erleiden. Schneiden Sie nie bei Temperaturen unter -5°C, das kann zu Rinden- und Holzschäden führen. Das Absägen großer Äste oder andere starke Eingriffe nehmen Sie am besten im Sommer vor, wenn die Wunden rasch verheilen. Verstreichen Sie große Schnitt- und Sägewunden dennoch mit einem käuflichen Wundverschlussmittel. Ein Schnitt im Sommer dämpft außerdem das Triebwachstum starkwüchsiger Sorten. |
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Hier müssen Sie zum einen Pflanz-, Erziehung-, Erhaltungs- und eventuell Verjüngungsschnitt unterscheiden, zum anderen Baumformen mit Pyramidenkrone (vom Hochstamm bis zum Busch), Spindel- und Spalierobst sowie Säulen- und Zwergbäume, die kaum geschnitten werden müssen. Erkundigen Sie sich am besten schon beim Kauf wie alle Bäume zu schneiden sind.
Wann schneiden: Schon vor Jahrhunderten diskutierten Gartenfreunde und Obstliebhaber über den richtigen Schnittzeitpunkt. Die einen plädierten für den Winter, da sie meinten, dass der Baum während der Ruhezeit die Eingriffe am besten verkraftet. Die anderen bevorzugten den Sommer, weil selbst große Sägewunden schneller und besser verheilen, wenn der Baum voll „im Saft“ steht. Diese Ansicht wird bis heute von vielen Experten geteilt.