Oleander (Nerium oleander) schneiden, vermehren & richtige Pflege
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Oleander (Nerium oleander) schneiden, vermehren & richtige Pflege

Art/Familie: Staude. Gehört zur Familie der Hundsgiftgewächse (Apocynaceae)

oleander_flPflegeaufwand: Hoch. Empfindliche, Pflanze die nur bei richtiger Pflege ansehnlich bleibt

Blütezeit: Juni bis September mit mittelgroßen Blüten in Rot oder Weiß. Blüten erscheinen an einjährigen Trieben

Belaubung: Immergrün. Lange, lanzettliche, feste Blätter in Dunkelgrün

Wuchs: Starker aufrecht buschiger Wuchs. Sollte daher jedes Frühjahr umgetopft werden

Höhe: 100 bis 300cm

Standort: Voll sonnig hell, ist allerdings für Sonnenschutz bei Mittagshitze dankbar. Lehmhaltiger, feuchter Boden

Schnitt: Kann bei Verkahlen stark zurück geschnitten werden ...
. Muss regelmäßig so früh als möglich (bis zum Herbst) ausgelichtet werden, da dann bereits die Knospen für die kommende Saison gebildet werden. Alle 2-3 Jahre um 1/3 einkürzen

Partner: Sollte alleine im Kübel stehen und nicht unterpflanzt werden

Vermehrung: Im Frühjahr werden einige Triebspitzen abgeschnitten und in ein Wasserglas oder feuchte Erde gesteckt bis sie wurzeln. Vermehrung ist so sortenecht und einfach möglich. Mit Samen (siehe auch unten „Vermehrung“)

Pflege: Von Mai bis Oktober wöchentlich mit magnesiumhaltigen Dünger verwöhnen ...
. Im Sommer oft wässern, Wurzelballen nicht austrocknen lassen. Abgestandenes nicht zu kaltes Wasser nutzen

Überwinterung: Verträgt kurze Fröste bis –10°. Daher kann er ab April ins Freie, jedoch noch nicht in die volle Sonne. Überwinterung bei 5-15°C hell. Erde sollte im Winter leicht feucht gehalten werden. Bei zu wenigen Wassergaben werden Blätter abgeworfen. Treibt dann bei angepasster Wässerung im Frühjahr neu aus

Krankheiten/Probleme/Schädlinge:
  • Gerade bei Überwinterung stark schädlingsgefährdet. Daher an milden Wintertagen immer rausstellen; bei starken Befall stark zurückschneiden, wobei er dann meist erst im übernächsten Jahr wieder blüht
  • Blüht nicht: Meist ein Zeichen von Lichtmangel
Besonderheiten:
  1. Giftig
  2. Kann gut als Hochstämmchen gezogen werden
  3. Wird im Winterquartier oft von Spinnmilben, Woll- oder Schildläusen befallen. Daher so lange als möglich draußen lassen und zwischendurch bei wärmeren Wetter rausstellen; gut lüften
  4. Sondern beim Schnitt hautreizenden Saft ab, daher nur mit Handschuhen schneiden
  5. Alle paar Jahre umtopfen, dabei normale Kübelpflanzenerde mit Hornmehl aufgebessert nutzen


Kränkelnder Oleander

Die Pflanzen reagieren äußerst empfindlich auf Trockenheit und Nährstoffmangel. Schnell werden die Blätter gelb und fallen ab. Als Kübelpflanze sollte Oleander immer etwas Wasser im Untersetzer zu stehen haben. An Nährstoffen benötigt er vor allem viel Magnesium und freut sich alle zwei Wochen über etwas Flüssigdünger (Dosierungsanleitung beachten) im Gießwasser. Auf einen Liter Düngelösung kann man noch eine Messerspitze Bittersalz aus dem Fachhandel geben.

Vermehrung

Oleander kann man selbst auch aus Samen vermehren, jedoch erhält man von den Pflanzen nur ein Gemisch von Sämlingen mit unterschiedlichen Eigenschaften. So gezogene gefüllt blühende Sorten werden z. B. einfach blühend.


Der Samen ist nicht lange keimfähig und sollte daher nach Reife der Samenkapsel abgenommen und sofort in Aussaaterde gesteckt werden. Für die nächste Zeit benötigen die Samen einen 20-25°C warmes Örtchen um zu keimen. Sind sie stark genug werden sie pikiert (vereinzelt) und in Kübelpflanzerde gesetzt. Für die weitere Pflege benötigen die Pflänzchen Temperaturen von ca. 15°C, nicht wärmer.

 
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