Rosen schneiden, verschneiden – eine Anleitung
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Rosen schneiden, verschneiden – eine Anleitung

Schnitt hält Rosen fitt
Ein regelmäßiger und fachgerechter Schnitt fördert das Wachstum und die Blütenbildung Ihrer Rosen. Durch das Schneiden erzielen Sie eine schöne Wuchsform und regen die Bildung neuer Triebe an.

rosenschnitt_flDer richtige Zeitpunkt
Schneiden Sie am besten im Frühjahr, gleich nach dem Abhäufeln und sobald die Forsythien blühen. Bei einem Rückschnitt schon im Herbst oder Winter könnten die verbliebenen Triebe erfrieren, sodass der Rose im Notfall keine Reserve mehr bleibt.

Gutes Werkzeug, sauberer Schnitt
Eine gute Garten- oder Rosenschere und eine kleine Astsäge sind für die meisten Schnittmaßnahmen ausreichend. Achten Sie auf stets gut geschärftes Werkzeug, das einen sauberen Schnitt ohne Quetschungen erm ...
öglicht.

Schneiden Sie beim Rückschnitt die Triebe etwa 0,5 cm oberhalb eines Auges ab. Führen Sie den Schnitt leicht schräg, sodass der obere Teil der Schräge oberhalb des Auges liegt. So kann kein Wasser auf der Schnittstelle stehen bleiben.

Setzen Sie beim Wegschnitt eines seitlich abzweigenden Triebes die Schere direkt an dessen Ansatzstelle an, sodass von ihm nur wenige Millimeter verbleiben.

Beet-, Bodendecker-, Edel- und Zwergrosen schneiden
Beet-, Edel- und Zwergrosen blühen am diesjährigen Holz und werden jedes Frühjahr kräftig zurück geschnitten. Aus den wenigen ...
verbleibenden Augen treiben starke Triebe, die reich blühen. Kürzen Sie nach dem Entfernen eventuell abgestorbener Triebe die restlichen kräftigen Triebe bei Edel- und Beetrosen auf 15 – 30 cm ein, bei Zwergrosen auf 10 – 15 cm. Je tiefer der Rückschnitt, desto weniger, aber dafür stärkere Triebe werden gebildet.
Bodendeckerrosen brauchen Sie nur alle 3 Jahre auf etwa 30 cm zurückschneiden. Dafür können Sie bei größeren Pflanzflächen auch die Heckenschere verwenden.


Strauchrosen schneiden
Bei diesen Rosen müssen Sie weitaus seltener schneiden. Hier entfernt man lediglich abgestorbene Triebe, lichtet bei Bedarf leicht aus und lässt die Rosen ansonsten in den ersten Jahren ungestört wachsen. Besonders bei den einmal blühenden Strauchrosen, zu denen viele Historische Rosen sowie die Wildrosen zählen, würden Sie sich durch übermäßigen Schnitt der Blüten berauben: Diese erscheinen an Seitentrieben des ein- und mehrjährigen Holzes.

schnitt_flSchneiden sie nach etwa den ersten 5 Jahren ein oder zwei der ältesten Triebe in Bodennähe heraus. Wiederholen Sie dies bei öfter blühenden Strauchrosen ungefähr alle 4 Jahre, bei einmal blühenden nur alle 5 – 6 Jahre.

Frieren bei öfter blühenden Strauchrosen Triebe zurück, dann kürzen Sie die Haupttriebe um etwa ein Drittel ein. Auch überhängende Seitentriebe können Sie bei Bedarf einkürzen.



Hochstammrosen schneiden
Bei Hochstämmchen mit aufrechten Kronen sind Beer-, Edel- oder Zwergrosen veredelt, sodass Sie die Kronen nach den schon bekannten Prinzipien einkürzen. Achten Sie auf eine gleichmäßige, rundliche Kronenform.

Kaskaden- oder Trauerrosen mit hängenden, langtriebigen Kronen werden wie Kletterrosen nur behutsam ausgelichtet.
 
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