Schleierkraut (Gysophila) pflanzen, schneiden & Tipps zur Pflege Art/Familie: Staude oder einjährig. Gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae)
Pflegeaufwand: Gering. Pflegeleicht wenn der Boden gut angepasst ist (siehe unten „Passender Standort“)
Blütezeit: Je nach Art und Sorte Mai bis September mit meist stecknadelkopfgroßen, oft gefüllten, aber auch einfachen, leicht duftenden weißen, violett- oder rosafarbenen Blüten in lockeren filigranen Rispen sitzend, die sich wie ein Schleier über das Laub legen.
Belaubung: Schmal lanzettlich in Graugrün
Wuchs: Lockerer, buschiger, leicht kugeliger Wuchs mit zarten, stark verästelten Trieben. Die Triebe von hohen Sorten müssen an Stäben aufgebunden werden, um ...
nicht umzufallen. Manche Sorten können als Bodendecker genutzt werden.
Höhe: Je nach Art 10 bis 120cm
Standort: Sonnig warm. Wasserdurchlässiger, lockerer, tiefgründiger, gerne kalkreicher Boden. Verträgt Nässe nur schlecht, daher eher trocken halten (siehe unten „Passender Standort“)
Pflanzzeit: Jederzeit solange der Boden nicht gefroren ist. Kann im Spätwinter oder zeitigen Frühjahr auch ausgesät werden
Schnitt: Rückschnitt nach der Blüte fördert einen zweiten Blütenflor. Verwelkte Blütenrispen bis knapp über das Laub abschneiden ...
Partner: Rosen oder andere Prachtstauden
Vermehrung: Teilung Ende Winter bis Anfang Frühjahr. Im April bis Mai Stecklinge schneiden, die im Haus oder Gewächshaus kultiviert werden sollten, um gut zu wurzeln. Einjährige Arten können oft nicht vermehrt werden.Pflege: Nur bei lange anhaltender Trockenheit wässern. Düngung nicht notwendig
Überwinterung: Stauden sind winterhart, sollten allerdings vor zu viel Winternässe geschützt werden
Probleme: Verträgt ständige Feuchtigkeit nicht. Wird dann schnell anfällig, die Triebe werden schlapp und Stauden kommen nicht über den Winter
Besonderheiten: - Schleierkraut wird oft als Samengut angeboten, was meist einjährig ist. Bereits vorgezogene Pflanzen sind zumeist mehrjährig
- Wurde jahrelang nur als Beiwerk zu üppigen Blumensträußen angeboten, wird im Beet jedoch immer beliebter
- Kleine Sorten auch gut als Kübelpflanze zu halten, größere benötigen viel Platz und gedeihen im Kübel oft nicht gut
- Passt in den Rosengarten und in den Bauerngarten
- Romantisch anmutende Blütenpracht die auch in den naturnahen Garten passt
ArtenRispen-Schleierkraut – Rispiges Schleierkraut (Gypsophila paniculata) - Staude. Wird auch „Rispiges Gipskraut“ genannt. Bekannteste und beliebteste Art. Höhe 20-120cm, 60 bis 75cm breit. Blüht von Juli bis September in Weiß oder Rosa. Vom südöstlichen Europa bis zum Kaukasus, Sibirien sowie Zentral-Asien heimisch. Gute Schnitt- und Trockenblume
Teppich-Schleierkraut (Gypsophila repens)
- Höhe 10-30cm. Blüht von Mai bis August mit einer Fülle von sehr kleinen rosafarbenen, violetten oder weißen Schalen- oder gefüllten Blüte. Bodendecker. Bildet dichte Polster mit niederliegenden Trieben und reich verzweigten Blütenständen. Passt hervorragend in den Steingarten und in Fugen einer Trockenmauer
Sorten (Auswahl) `Bristol Fairy´: Rispen-Schleierkraut. Höhe 100cm. Fällt durch große, weiße, gut gefüllte Blüten auf `Compacta Plena´: Rispen-Schleierkraut. Höhe 20cm. Große, weiße, gefüllte Blüten. Ideal für Steingärten `Festival Star´: Besonders gut für die Kübelhaltung geeignet, wird daher öfter auch als „Topf-Schleierkraut“ angeboten. Blüht bis in den Spätherbst hinein, benötigt dafür Rückschnitt nach der ersten Blüte. Aufrecht kompakt wachsend `Flamingo´: Rispen-Schleierkraut. Höhe 120cm. Große und gefüllte rosafarbene Blüten `Letchworth´: Teppich-Schleierkraut. Breit wachsende Sorte mit rosa-roten Blüten `Rosenschleier´: Teppich-Schleierkraut. Höhe 10cm. Klein bleibende, sehr lang blühende Sorte mit zart rosafarbenen gefüllten Blüten Passender Standort Kaum eine andere Pflanze wirkt so natürlich luftig wie das Schleierkraut, weswegen es auch Einzug in deutsche Gärten feiert. Leider kümmert es oft vor sich hin oder überlebt den Winter nicht, da es zu feucht gehalten wird. Der Boden sollte möglichst trocken sein und das Wasser bei Regen muss gut ablaufen können, weswegen ein durchlässiger Boden notwendig ist. Am besten die Erde gleich beim Pflanzen mit Splitt oder feinem Sand aufarbeiten, damit sie sich nicht verdichtet. Der Wurzelbereich sollte nicht mit Mulch oder ähnlichem abgedeckt werden um besser abtrocknen zu können. Extra-Tipp: Pflanzt man das Schleierkraut auf einen kleinen Hügel wird es wirkungsvoll vor zuviel Nässe geschützt!
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