Wein schneiden - wilder Wein, verschneiden, beschneiden
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Wein schneiden

Mit dem Weinanbau ist das nicht so einfach. Zum einen ist das Klima nicht überall dafür gegeben oder der Boden ist nicht ideal.
Gutes Weinbaugebiet findet man zwischen Bonn und Koblenz (Ahr), im Badischen vom Oberrhein bis Basel, in Franken, im Odenwals an der hessischen Weinstraße, im Gebiet Mosel, Saar, Ruwer, am Mittelrhein, in der Pflaz, im Rheingau, in Rheinhessen, im Saale-Unstrut-Gebiet, in Sachsen und in Württemberg.


wein1Wein benötigt Kletter- oder Rankhilfen und einige Pflege, damit sich sowohl Rebenstock als auch Trauben gut entwickeln.


Wir befassen uns hier mit dem Schnitt, dass ist schon nicht ganz einfach. Schneiden und Verschneiden sind zwei verschiedene Dinge, zumindest bei Wein. Grob gesagt funktioniert es wie folgt: Man lässt einen (oder mehrere ...

) Haupttriebe wachsen und kürzt alle Seitentriebe daran bis auf 2-3 Augen ein. So werden auch ganz normale Kletterpflanzen beschnitten.  Geschnitten wird im Frühjahr, besser schon Ende Februar bis Anfang März, aber unbedingt bei frostfreiem Wetter.  Später bluten die Rebstöcke. Sie können wochenlang ziemlich stark bluten und werden so tüchtig geschwächt. Man schneidet nicht direkt über der Knospe, wie das sonst üblich ist, sondern mitten durch zwei Knospen.


Etwas ausführlicher jetzt für Hobbygärtner, die sich etwas intensiver mit dem Weinanbau befassen möchten:
In den ersten zwei ...

bis drei Jahren nach der Pflanzung wird durch den Schnitt nur die Form und die Größe des Stockes bestimmt. Bei jungen Pflanzen soll der meist einzige Trieb möglichst lang und gerade werden, ohne sich zu verzweigen.  Aus ihm soll der Stamm werden. Je nach Höhe, welche die Rebe haben soll, werden deshalb alle jungen (grünen) Seitentriebe zwischen Boden und vorgesehener späteren Endhöhe des Stammes entfernt.
Bei verholzten Seitentrieben werden alle Blätter und grünen Zweige entfernt. Man kann die verholzten Äste nicht mehr abschneiden, sie würden verbluten, also bleiben sie erst mal dran.


Nach 2 bis 3 Jahren steht dann der Ertrag von gesunden Früchten im Vordergrund. Dann dürfen nicht zu viele Holzteile stehen bleiben. Ein Stamm und 4 bis 5 lange Seitenäste sind genug. Im Normalfall werden sich daraus etwa das zwanzig- bis dreißigfache dessen an Trieben entwickeln.  Diese sind 3 bis 5 Meter lang und verzweigen sich erneut. Das Blätterwerk wird richtig dicht.  Das ist ungünstig, denn es entsteht ein feuchtes Mikroklima. Blattkrankheiten werden gefördert, die Früchte reifen schlecht aus. Deshalb sollten während der gesamten Wachstumszeit (bis Sept.) regelmäßig die sich neu entwickelnden Seitentriebe entfernt werden.


weintrauben2_flFrüchte tragen ohnehin nur die einjährigen Haupttriebe, die unmittelbar aus dem Holz des Vorjahres wachsen. Am fruchtbarsten sind die ersten acht bis zehn Ansätze (Knoten). Je länger der Trieb wächst, um so weniger Früchte wird er im Herbst tragen.


Für eine gute Ernte ist es also wichtig, nicht nur die Geiztriebe und die unfruchtbaren Triebe aus dem Stammholz zu entfernen oder einzukürzen, sondern auch die fruchtbaren Triebe an einem endlosen Wachstum zu hindern.


Hat man den oben genannten Schneidetermin verpasst, ist es immer noch besser, das „Bluten „ in Kauf zu nehmen, als gar keinen Schnitt durchzuführen.  Man sollte sich auf wenige Schnitte beschränken und den Rest durch starke Reduzierung der jungen Triebe der Sommermonate ausgleichen.


Wein „verschneiden“ ist die Mischung verschiedener Weine, um eine gleichmäßigere Qualität für den Verbraucher zu erreichen und hat nichts mit dem Schneiden der Reben zu tun.

(Wein schneiden, wilder Wein schneiden, Wein verschneiden, Wein beschneiden)
 
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